Feen und Elfen

feen

Andreas Gößling: Das große Buch der Feen und Elfen

Illustriert von Friedrich Hechelmann.
Hardcover, Originalausgabe: Knaur 2004
384 Seiten, € 22,90
ISBN 3426661241

Geschichten von Feen und Elfen wurden und werden in fast allen Kulturen rund um den Erdball erzählt. In einigen Gegenden aber ist die Überlieferung reichhaltiger und lebendiger als anderswo – in den keltisch geprägten Landstrichen Irlands, Schottlands und der Bretagne, in Skandinavien und Griechenland, in Süddeutschland, Tirol und Österreich, im Orient, aber auch in den indigenen Kulturen Nord- oder Mittelamerikas.
Woher rührt diese unterschiedliche Verteilung und Verbreitung? Wer Feen und Elfen – und ihre nahen Verwandten, wie etwa Nixen, Nymphen oder Trolle – schlicht als “Naturgeister” versteht, wird sich mit einer Erklärung schwer tun. Jedoch hat die mythen- und kulturgeschichtliche Forschung mittlerweile einsichtig gemacht, dass es sich beim Völklein der Feen und Elfen keineswegs einfach um vagabundierende Überreste primitiver “Naturreligionen” handelt.
Nicht von ungefähr werden diese vielgestaltigen Geister seit jeher überwiegend als weibliche Wesenheiten aufgefasst: Es sind Abkömmlinge jenes weit zurückliegenden Zeitalters, in dem die Menschheit nicht männliche Gottheiten anbetete, sondern sich in furchtsamer Verehrung vor einer Großen Göttin auf die Knie warf. Als Verkörperung der Urgöttin galt nicht die helle Sonne am Himmel, sondern die dunkle Erde selbst.
Die hier versammelten Erzählungen von Elfen und Feen, Nixen und Nymphen, Trollen und Moiren entstammen dem unerschöpflichen Schatz der überlieferten Volks- und Kunstmärchen. Für das vorliegende Buch wurden sie sprachlich aufgefrischt, teilweise gestrafft oder auch neu erzählt. Wer sich über Traditionen und Theorien, Erkenntnisse und Spekulationen der Feen-Forschung näher orientieren möchte, findet am Schluss dieses Buches ein kleines “Lexikon der Feen und Elfen” sowie einige weiterführende Literaturempfehlungen.